Wir bauen an Steinen und Gemeinschaft
Gott baut auf: Gemeinschaft & Kirche
Die Pauluskirche ist tief im Dritten verwurzelt. Doch während wir uns als Gemeinde innerlich ständig weiterentwickeln, zeigt unsere Hülle Ermüdungserscheinungen. Dach, Heizung und Fenster nagen an unserem Handlungsspielraum. Deshalb reparieren wir nicht nur – wir transformieren.
Vom Sakralraum zum Lebensraum
Wir verwandeln einen oft leeren Raum in ein pulsierendes Zentrum für das Grätzel. Wir senken die Hemmschwellen und öffnen die Türen für den Alltag. Die Pauluskirche wird zur Partnerin im Viertel: ein Ort für Begegnung, Kooperation und Leben, weit über den Gottesdienst hinaus.
Transformation nach innen und außen
- Hinschauen & Wachsen: Unser Weg führt über die Auseinandersetzung mit der Geschichte. Das Projekt „Glaube, Hoffnung, Liebe“ unserer Jugendlichen setzt ein klares künstlerisches Statement gegen das belastete Erbe der NS-Zeit in unseren Fenstern.
- Flexibilität schaffen: Durch multifunktionale Räume (Co-Working, Events, Bildung) und den Auszug der fixen Bänke gewinnen wir Platz für das, was ihr braucht.
- Partizipation als Fundament: Dieser Umbau ist kein Projekt „von oben“. In Workshops haben alle Generationen mitgeplant. Denn wer mitbaut, übernimmt Mitverantwortung. Wir bauen Räume, die zum Tun einladen – gestaltet von euch, nicht nur verwaltet von uns.
Ein Schlüssel für die Zukunft
Dieser Umbau macht uns nicht nur „schöner“, er ist der strategische Motor unserer Gemeindeentwicklung. Wir werden sichtbarer, offener und inklusiver. Wir bauen nicht nur Wände, wir bauen Gemeinschaft.
Dafür braucht es viele Hände
Ein Projekt dieser Größe (ca. 1,4 Mio. Euro) braucht Kraft und Unterstützung. Ob durch Ideen, Mitwirkung in den Teams oder finanzielle Hilfe – werde Teil der neuen Pauluskirche.
Du willst Details sehen?
Komm vorbei, schau dir die Vorentwürfe an und sprich uns an. Wir freuen uns auf den Austausch!
Info: office@pauluskirche.at
Kirchenfenster mit Geschichte(n)
Die Buntglasfenster der Pauluskirche von 1968 sind ein belastendes Erbe. Ihr Schöpfer, Rudolf Böttger, distanzierte sich nie von seiner NS-Vergangenheit. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich das fragwürdige Bildprogramm: Jüdische Motive fehlen, Jesus wird „arisch“ dargestellt, Figuren erinnern an die Hitlerjugend.
Da Glaube, Hoffnung und Liebe aktive Entscheidungen zum Handeln sind, haben Jugendliche der Gemeinde 2023 eine künstlerische Antwort gegen Hass und Vorurteile entwickelt. In einem begleitetem Prozess entstanden Stoffbahnen, die nun als „Filter“ vor den Fenstern hängen
Nach der historischen Entscheidung, die antisemitisch zu entfernen, plant die Gemeinde nun die Neugestaltung des Kirchenraums. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg waren die Erneuerung des Altarraums 2019 und das Entfernen der Seitenbänke im Sommer 2025.
Du willst mehr über die Fenster wissen? Dann schau rein in die Clips und unsere Printversionen: